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   virusepidemie

  • msblaster alias lovesan

 

15.August.2003 - Sonderausgabe 01-2003

Willkommen zur Sonderausgabe des Newsletters

Dies ist eine Sonderausgabe meines Newsletters zum Ausbruch des Virus Blaster.

Es verbreitet sich im Augenblick ein neuer Virus mit atemberaubender Geschwindigkeit. Es handelt sich um den MSBlaster alias Lovesan (Bezeichnungen der Anitvirenhersteller W32.Blaster.Worm [Symantec], W32/Lovsan.worm.a [McAfee], Win32.Poza.A [CA], Lovsan [F-Secure], WORM_MSBLAST.A [Trend], W32/Blaster-A [Sophos], W32/Blaster [Panda], Worm.Win32.Lovesan [KAV]).

Sollten Sie schon vom Virus befallen sein, helfen Ihnen die Links am Ende der Seite oder der Faxabruf des BSI unter der Nummer 01 80/5 15 15 15 (12 ct/min).

Beschreibung:
Der Wurm nutzt die seit dem 18.07.2003 bekannte DCOM RPC-Schwachstelle (beschrieben im Microsoft Security Bulletin MS03-026) über den TCP-Port 135 aus. Er versucht dabei, die Datei msblast.exe in das Verzeichnis %WinDir%\system32 herunterzuladen und auszuführen.

Sperren Sie also auf der Firewall-Ebene den Zugriff auf den TCP-Port 4444 und sperren Sie anschließend die folgenden Ports, wenn diese nicht die aufgeführten Anwendungen verwenden:


TCP-Port 135, "DCOM RPC"
UDP-Port 69, "TFTP"

Der Wurm versucht außerdem, einen Denial-of-Service- (DoS) -Angriff auf Windows Update zu starten. Dadurch versucht er, zu verhindern, dass Sie auf Ihrem Computer einen Patch gegen die DCOM RPC-Schwachstelle installieren.

Schäden:
Verursachen von Systeminstabilität: Infizierte Computer stürzen möglicherweise ab.
Veränderung von Sicherheitseinstellungen: Es wird eine versteckte, entfernte Cmd.exe-Shell geöffnet.

Verbreitung:
Anschlüsse: TCP 135, TCP 4444, UDP 69
Ziel der Infektion: Computer, auf denen anfällige DCOM RPC-Dienste ausgeführt werden.
Direkt sind nur Rechner mit den Betriebssystemen Windows NT/2000/XP betroffen.
Allerdings können auch andere Maschinen auf denen das plattform-spezifische Distributed Computing Environment (DCE) auf Basis der Entwicklungen der Open Software Foundation (OSF) installiert ist befallen werden. Hierzu ein Artikel von Heise Online.

Technische Details:
Bei Ausführung geht W32.Blaster.Worm folgendermaßen vor:


Er erzeugt eine Mutex mit dem Namen "BILLY." Ist diese Mutex vorhanden, so wird der Wurm ausgeführt.

Er fügt den Wert

"windows auto update"="msblast.exe"

dem folgenden Registrierungsschlüssel hinzu:

HKEY_LOCAL_MACHINE\SOFTWARE\Microsoft\Windows\CurrentVersion\Run

Dadurch wird der Wurm ausgeführt, sobald Sie Windows starten.

Er generiert eine IP-Adresse und versucht, den Computer mit dieser Adresse zu infizieren. Die IP-Adresse wird anhand des folgenden Algorithmus generiert:
In 40 % der Fälle wird die IP-Adresse nach dem Schema A.B.C.0 generiert, wobei A und B den ersten beiden Teilen der IP-Adresse des infizierten Computers entsprechen.
C wird mit dem dritten Teil der IP-Adresse des infizierten Systems berechnet. In 40 % der Fälle prüft der Wurm, ob C größer als 20 ist. Ist dies der Fall, so wird ein willkürlicher Wert, der kleiner als 20 ist, von C abgezogen. Nach Berechnung der IP-Adresse versucht der Wurm, einen Computer mit der IP-Adresse A.B.C.0 zu finden und anzugreifen.
Der Wurm zählt dann von 0 jeweils um 1 aufwärts und versucht dabei, andere Computer auf Grundlage der neuen IP-Adresse zu finden und auszunutzen, bis der Wert 254 erreicht ist.
In 60 % der Fälle wird die IP-Adresse völlig zufällig generiert.

Er sendet Daten auf dem TCP-Port 135, durch die die DCOM RPC-Sicherheitslücke ausgenutzt werden kann. Der Wurm sendet eine von zwei Arten von Daten: Entweder Daten zum Ausnutzen von Windows XP oder zum Ausnutzen von Windows 2000. In 80 % der Fälle werden Windows XP-Daten gesendet, und in 20 % der Fälle werden Windows 2000-Daten gesendet.

HINWEISE:
Das bedeutet, dass das lokale Teilnetz mit Anfragen für den Port 135 überlastet wird.
Aufgrund der zufälligen Art und Weise, auf die der Wurm die Angriffsdaten konstruiert, können Computerabstürze verursacht werden, wenn der Wurm falsche Daten sendet.
Obwohl W32.Blaster.Worm sich nicht auf Windows NT oder Windows 2003 Server ausbreiten kann, können nicht aktualisierte Computer mit diesen Betriebssystemen aufgrund der Angriffsversuche des Wurms abstürzen. Wenn der Wurm jedoch auf Computern mit diesen Betriebssystemen manuell eingebracht und gestartet wird, wird er ausgeführt und kann sich ausbreiten.

Er erstellt mithilfe von Cmd.exe einen versteckten, entfernten Shell-Prozess, der den TCP-Port 4444 überwacht. Dies ermöglicht einem Angreifer, auf dem infizierten System entfernte Befehle einzugeben.

Er überwacht den UDP-Port 69. Wenn der Wurm eine Anfrage von einem Computer erhält, mit dem er über die DCOM RPC-Sicherheitslücke eine Verbindung aufbauen konnte, schickt er diesem Computer msblast.exe und weist ihn an, den Wurm auszuführen.

Wenn der aktuell eingestellte Monat ein Monat nach August ist, oder wenn das aktuelle Datum nach dem 15. liegt, führt der Wurm einen DoS-Angriff auf Windows Update aus. Der Wurm aktiviert den DoS-Angriff am 16. dieses Monats und fährt hiermit bis zum Ende des Jahres fort.

Der Wurm enthält den folgenden Text, der jedoch nie angezeigt wird:

I just want to say LOVE YOU SAN!!
billy gates why do you make this possible ? Stop making money and fix your software!!

Dieser Virus zeigt einmal mehr wie eminent wichtig es ist einen aktuellen Virenscanner installiert zu haben und regelmäßig die Sicherheitspatches der Hersteller einzuspielen.
Ein Wurm darf sich nicht derartig schnell derartig weit verbreiten.
Helfen auch Sie mit solche Attacken auf unser aller Sicherheit in Zukunft zu vermeiden!

Nützliche www-Links:

http://www.free-av.de/personal/de/avwinsfx.exe

http://www.zonelabs.com/

http://securityresponse.symnatec.com/avcenter/FixBlast.exe

http://www.microsoft.com/germany/ms/technetservicedesk/bulletin/index.htm
http://www.microsoft.com/germany/ms/technetservicedesk/bulletin/bulletinms03-026.htm#Patch

http://windowsupdate.com/

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Dieser Newsletter wurde in Übereinstimmung mit den HTML 4.01 und CSS 2 Konventionen erstellt.

Quellen:

www.microsoft.com/germany/
www.symantec.de
www.trendmicro.de
www.kaspersky.com/de/
www.zdnet.de
www.heise.de/security/